Osteopathie

Viele körperliche Probleme sind darauf zurückzuführen, dass Störungen im Zusammenspiel von Skelett- und Muskelsystem bestehen. In der Osteopathie wird durch die manuelle Mobilisierung (mechanisch von Hand) von Gelenken, Wirbelsäule, Gewebe und Organen die Beweglichkeit verbessert sowie Spannungen und Blockaden gelöst, um die korrekte anatomisch funktionelle Situation des Körpers wieder herzustellen. In der Folge werden Beschwerden vorgebeugt und der Heilungsprozess unterstützt.

 

Unabhängig von der Art des Patienten (Mensch, Pferd, Hund o.ä.) folgt die Osteopathie immer den gleichen Prinzipien und hat die wissenschaftliche Forschung in der Anatomie und Neurologie als Grundlage.

 

Die Prinzipien:

1. Abhängigkeit von Struktur (Anatomie) und Funktion (Physiologie, d.h. Biomechanik, Biochemie etc.)

Nur eine vollkommen intakte Struktur kann ihre Funktion erfüllen. Der Körper ist eine Einheit und somit stehen Struktur und Funktion in Abhängigkeit.

 

2. Arterielle Regel

Muskeln, Gelenke, Organe, Bänder usw. müssen eine ungestörte Versorgungszufuhr (Blut, Lymphe) aufweisen, um ihre Funktion problemlos erfüllen zu können. Ist diese Versorgung gehemmt, ist die Funktion geschwächt oder gestört.

 

3. Alle Körpersysteme bilden eine Einheit

Der Bewegungsapparat (Muskeln, Bänder, Gelenke, Bindegewebe - parietal), die inneren Organe (viszeral) und das Nervensystem (kranio-sakral) stehen in gegenseiter Wechselwirkung. 

 

4. Der Körper reguliert und heilt bei guter Struktur (Anatomie) und Funktion (Physiologie) selbst

Nur bei Überforderung des Körpers (z. B. durch Überbeanspruchung) beginnt er zu dekompensieren.

 

Die Osteopathie ist ein ganzheitliches Diagnose- und Behandlungsverfahren, was jedoch nicht implizieren soll, dass alle Beschwerden geheilt werden können - vielmehr ist die Osteopathie eine Komplementärmedizin, welche durch die Berücksichtigung möglichst aller Einflussfaktoren die Ursache einer Beschwerde zu finden und zu behandeln hilft. Die enge Zusammenarbeit mit der klassischen Schulmedizin ist daher ebenso unerlässlich wie mit Hufschmieden und Sattlern.